Familie macht Sinn: Familienorientierung von Unternehmen

Mag. Reinhard Stachl, geschäftsführender Spielevisionär
Mag. Reinhard Stachl, geschäftsführender Spielevisionär von Das Erlebnismanagement GmbH

Familienorientierung von Unternehmen: ein Gewinn!

Reinhard Stachl führt seit mehr als 20 Jahren erfolgreich eine Erlebnismarketing-Agentur und realisiert gemeinsam mit seinem Team jährlich mehr als 400 Event- und Promotion-Projekte in Österreich, Deutschland und dem umliegenden Ausland. Am Standort in Hartberg wird aktuell ein neues Büro und Lager-Gebäude errichtet, um für das Team und die mehr als 400 Erlebnis-Module Platz zu schaffen.

Das Kern-Team von 12 MitarbeiterInnen besteht zu 75 % aus Teilzeit-Kräften – Frauen und Männer, die mehr Zeit für Ihre Familie und Ihre privaten Interessen zur Verfügung haben wollen. Dass auch die Papas einige Zeit in Eltern-Karenz gehen ist eine Selbstverständlichkeit. In einigen Unternehmen ist die „Familienfrage“ oft noch immer ein Stop/Go Kriterium bei der Auswahl von Kandidatinnen, im Besonderen bei der Besetzung von verantwortungsvollen Positionen.
Wie Reinhard, verheiratet und selbst Vater von 3 Kindern, den Spagat zwischen beruflicher und familiärer Herausforderung – auch bei seinen MitarbeiterInnen – schafft, darüber berichtet er im folgenden Interview:

Warum macht es aus Deiner unternehmerischen Sicht Sinn, sich bewusst für „Familienmenschen“ im Team zu entscheiden?

Es ist weniger eine Frage, ob jemand bereits Kinder hat, sondern vielmehr, wer welche Qualitäten und Fähigkeiten ins Unternehmen einbringt. Durch diese Potenziale entwickeln wir uns ständig weiter. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass „Familienmenschen“ besser zu uns und zu unserem Aufgabengebiet passen - es ist jedoch keine Voraussetzung. Speziell Frauen streben nach der Kinderzeit auch in Teilzeit-Modellen einen interessanten Tätigkeitsbereich in der Nähe ihres Wohnorts an– und das können wir bieten. Für uns ist unsere „Kinderschaar“ von insgesamt 35 Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen auch praktisch: Wenn wir zum Beispiel eine neue Präsentations-Idee für einen unserer Kunden entwickeln und unsicher sind, ob die Idee wirklich „cool“ ist, dann fragen wir einfach unsere Kids und deren Freunde oder laden sie gleich für einen Testlauf ins Büro ein. So sind wir direkt und hautnah an der Zielgruppe und somit an unseren Kunden.

Aktuell sind 12 MitarbeiterInnen im Büro und in Logistik/Lager und ca. 200 ErlebnismanagerInnen vorwiegend in Österreich und Deutschland beschäftigt. Wie schaffst Du es mit diesen freien MitarbeiterInnen in Kontakt zu bleiben?

Unsere Erlebnismanagerinnen und Erlebnismanager sind unser Aushängeschild bei den Events. Mir ist es wichtig, dass sie unsere Philosophie mittragen und die gleiche Freude bei den Präsentationen am Event haben wie wir beim Entwickeln im Büro. Meistens beschäftigen wir hierbei Studierende, die einen Nebenverdienst lukrieren wollen und v.a. Freude am Umgang mit kleinen und selbstverständlich auch großen Menschen haben. Oft sind wir Ihr erster Arbeitgeber. Das bedeutet für uns eine große Verantwortung – deshalb ist der persönliche Kontakt besonders wichtig. Der erste Kontakt erfolgt bei der Mitarbeiterschulung, bei der die zukünftigen ErlebnismanagerInnen uns und unser Unternehmen kennenlernen. Danach sind wir aufgrund der räumlichen Distanz meist telefonisch und über unser Mitarbeiter-Informations-System in Kontakt: ein Online-Kalender zur Koordination der Event-Einsätze - und eine operative Informationsplattform.
Wir treffen uns außerdem bei unserem jährlichen Mitarbeiter-Fest und bei den Weiterbildungen in unserer Erlebnis.Akademie.

Du hast viele Teilzeit-Kräfte im fixen Team beschäftigt (75 %), die eine Familie im Hintergrund haben. Wie gehst Du mit den Herausforderungen um, dass man z.B. mit kleineren Kindern kurzfristig den Arbeitsplatz verlassen muss?

In unserer Branche leben wir davon, flexibel zu sein. Auch für mich ist es wichtig, für meine Familie da zu sein, wenn sie mich braucht. Die Zeit nehme ich mir ganz bewusst - dasselbe gilt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Beziehungen sind v.a. im fixen Team langfristig und partnerschaftlich ausgerichtet und wir leben alle vom Geben und Nehmen.

Umgekehrt weiß ich, wenn in der Firma Not am Mann ist, kann ich auf jede und jeden Einzelnen zählen und wir bekommen auch knifflige Situation gemeinsam rasch in den Griff.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Familienorientierung von Unternehmen
Familienorientierung von Unternehmen

 

Wie sieht die Organisation dahinter aus, damit die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert?

Alle unsere MitarbeiterInnen vom Büro können sich mit Ihrem PC auch von zu Hause aus ins System einloggen – das bildet die organisatorische Voraussetzung, um dringende Arbeiten rasch und unkompliziert erledigen und sich so die Zeit zwischen Familie und Beruf besser aufteilen zu können. Wann Arbeiten geschehen, interessiert mich weniger als dass sie geschehen.
Wenn mehrere Teilzeit-Kräfte in einem Bereich beschäftigt sind, ist die Kommunikation ein wichtiger Punkt: wir finden regelmäßige, gemeinsame Besprechungszeiten, bei denen wir Arbeitspakete definieren und v.a. klar abgrenzen. Dieses Modell funktioniert natürlich nur bei Menschen, die gerne selbstverantwortlich arbeiten. Vertrauen, Wertschätzung und eine gute Portion Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft von allen sind dabei Voraussetzung.

Und wenn es einmal Konflikte gibt?

Da wir bei unserem Tag täglichen Geschäft im Team total vernetzt arbeiten, haben wir uns und die Eigenheiten eines jeden gut kennen- und damit umzugehen gelernt. Die Konflikte die in unserem kleinen Team auftreten, sind überschaubar und vieles wird meistens direkt schon beim gemeinsamen Mittagstisch besprochen. Selbstverständlich werden aber offene Punkte unter vier Augen und/oder gemeinsam geklärt. Darum kümmere ich mich lieber früher als später: oft spreche ich aktiv die wunden Punkte an, was meine MitarbeiterInnen nicht immer sofort schätzen.

Was hat Dich dazu bewogen, am Projekt V-Faktor teilzunehmen?

Im Tagesgeschäft habe ich sicher nicht überall meine Augen und Ohren für die Bedürfnisse meines Teams, so sehr ich mich auch bemühe. Mir ist aber eine gute und produktive Stimmung sehr wichtig, weil ich ja selbst jeden Tag GERNE an meinen eigenen Arbeitsplatz gehen möchte. Das Projekt V-Faktor bietet eine Gelegenheit, aktiv daran zu arbeiten, noch besser zusammen zu arbeiten – abseits von den Aufgaben aus den Kundenprojekten. Wir leben in einer dynamischen Branche, da ist es wichtig, dass wir uns im Kern aufeinander verlassen können – und da setze ich alles daran, dass das auch so bleibt!

V/Faktor - Erfolgsfaktor Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben
V/Faktor - Erfolgsfaktor Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben

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